Thursday, April 17, 2014

Advancing Onomastic Research. The Copenhagen-Glasgow PhD Program


PhD School at the Faculty of Humanities at University of Copenhagen

The course Advancing Onomastic Research originates in a joint wish on behalf of the Copenhagen and Glasgow name research environments to provide high quality, tailor made PhD-courses for our students of onomastics at the universities in Glasgow, Copenhagen and elsewhere.

This course will have a theoretical as well as a practical focus. Thus, the course will cover different types of theoretical models; look at the diversity of onomastics and the prospects and problems of such a diversified field of study. In addition, onomastics is very much a multi- and interdisciplinary subject and many of the new developments in related disciplines may be utilised with great advantage. Part of the course will be devoted to insight sessions into new technology and their uses.

Being a PhD-student can be one of the greatest times in one’s life where you shape your future yourself. To ease the transition between PhD and the afterlife, Advancing Onomastic Research aims at providing a new, international network between onomastic PhD-students which will not only forge future collaborations but also be shown how to tap into the many external funding opportunities.
Course organiser: Peder Gammeltoft, University of Copenhagen

Course lecturers:



Dr Simon Taylor

Peder Gammeltoft


ECTS: For participation: 3.8 credits and for participation with paper including presentation: 5.3 credits.

Registration deadline: 6th of May 2014. Please register via the link above.

Deadline for submission of presentations: Please send your presentation to phdschool@hum.ku.dk
 no later than the 20th of May 2014.


University of Copenhagen        University of Glasgow logo

Rezension zu "Flurnamen Thüringens. Der westliche Saale-Holzland-Kreis"

Barbara Aehnlich: Flurnamen Thüringens. Der westliche Saale-Holzland-Kreis (Beiträge zur Lexikographie und Namenforschung 5), Hamburg: Baar 2012, 1493 S. – ISBN 978-3-935536-05-9, Preis: EUR 132 (DE), 135,70 (AT).
Flurnamen Thüringens
Rezensiert von Horst Naumann, Grimma
Luise Gerbing hatte 1910 mit der bis heute hoch geschätzten Arbeit Die Flurnamen des Herzogtums Gotha und die Forstnamen des Thüringerwaldes zwischen der Weinstraße im Westen und der Schorle (Schleuse) im Osten bereits Maßstäbe für die Aufbereitung umfangreichen Namenmaterials gesetzt. Seit 1952 wurden dann im 1933 gegründeten Thüringischen Flurnamenarchiv im Rahmen des Thüringischen Wörterbuches umfangreiche Sammlungen angelegt. Hier sind besonders Günther Hänse und Herbert Schrickel wirksam geworden; Heinz Deubler war mit Anlehnung an die Leipziger namenkundliche Arbeitsgruppe im Kreis Rudolstadt, Erhard Müller im Eichsfeld tätig. Nach der Wende eröffneten mehrere Initiatoren nach 1999 die Möglichkeit, die Aufbereitung der Flurnamen nach entsprechender Vorbereitung durch Studenten systematisch und wissenschaftlich fundiert zu beginnen.
Nach mehreren lokalen Arbeiten Jenaer Studenten, von denen durch die Untersuchungen von Siegfried Claus, Catherine Lorenz, Edgar Seim und Isabell Tempel bereits verwertbare Vorleistungen geschaffen wurden, vermittelt Barbara Aehnlich in ihrer Dissertation auf 1493 Druckseiten im Rahmen des Projekts Flurnamen und Regionalgeschichte einen gründlich erarbeiteten Einblick in das Namengut von 82 in weiter Streuung ausgewählten Gemarkungen des westlichen Saale-Holzland-Kreises. Dazu wurden, entsprechend des hierfür erforderlichen methodischen Vorgehens, durch eingehende Sichtung des archivalischen Materials, durch mündliche Befragung und durch die Realprobe alle Voraussetzungen für eine sachgerechte Aufbereitung und Erklärung geschaffen. Für den Flurnamenforscher besonders wichtig ist das Bemühen um die Absicherung des Namengutes durch urkundliche Belege. Hier stehen für das Untersuchungsgebiet zahlreiche Urkundenbücher, Archivbestände, Karten und Aufzeichnungen aus älterer Zeit und Ortschroniken bereit, deren Belegmaterial zum Teil bis ins 15.Jh. zurückgreift, überwiegend aber aus dem 18./19. Jh. stammt.
2045 aktuelle und 2100 nicht mehr gebräuchliche Flurnamen konnten ermittelt werden, wovon nur die aktuellen im Namenbuch aufbereitet sind. Als problematisch erweisen sich mehrfach die wegen der Einheitlichkeit für die Festlegung des Lemmas genutzten „amtlichen Kennzeichnungen“, wie sie auf den Flurkarten angegeben sind, z.B. bei Nimmerkuh, wo das anlautende N- eine späte Erfindung ist, bei Liernzehen, wo die Endung -zchen > -zehen die Bedeutungserklärung erschwert. Daraus ergibt sich, dass – im Gegensatz zur Handhabung im Thüringischen Flurnamenarchiv –Ponzig und Punzig in Beutnitz als zwei selbstständige Lemmata erscheinen. Dabei handelt es sich um Einzelfälle, die aber verdeutlichen, dass Flurnamen in der schriftlichen Aufzeichnung durch die Schreiber unterschiedlich vereinnahmt wurden. Es ist anerkennenswert, dass mit dieser Arbeit nach den durch die Kollektivierung der Landwirtschaft zu DDR-Zeiten eingetretenen Wandlungen im Flurnamenbestand nachgegangen worden ist. Der Bestand an Flurnamen ist ja seit langer Zeit Veränderungen ausgesetzt. Der Umfang dieser Veränderungen ist für die ältere Zeit durch Beispiele aus dem Meißnischen an ausgewählten Beispielen angedeutet worden. 1951/52 konnte bei den Flurnamenaufnahmen in den Kreisen Grimma/Wurzen in 192 Gemarkungen ein Verhältnis von 7971 aktuellen zu 7478 untergegangenen Namen ermittelt werden. In den aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts entstandenen Hessischen Flurnamenbüchern gibt es auch entsprechende Hinweise.
Nach kurz gehaltenen Darlegungen zur Namentheorie, zur Geschichte der Flurnamenforschung, zu deren thüringischen Perspektiven und zur Charakteristik des Untersuchungsgebietes wird als Hauptteil das alphabetisch angeordnete Namenbuch S. 62–1336 dargeboten. Nach Lemma, Vorkommen und amtlicher Form aus Katasterkarten werden, entsprechend dem methodischen Vorgehen, Angaben zu Lage und zur heutigen Nutzung und die historischen Belege aufgeführt und anschließend die Analyse des Namens vorgenommen. Einbezogen werden auch die von geeigneten Personen ermittelten Mundartformen und die Realprobe. Dadurch unterscheidet sich die Flurnamenforschung von jeder anderen Art der Namenforschung, und dadurch ist bei der Arbeit mit 82 Gemarkungen ein erheblicher Aufwand an Zeit, Kraft und Geduld verbunden. Aber gerade durch diese Praxisverbundenheit, durch die direkten, persönlichen Beziehungen zum Namenbenutzer und die damit verbundenen indirekten Beziehungen zum benannten Objekt erhält diese Forschung ihren Eigenwert, abgesehen von der Tatsache, dass diesen Namen sowohl sprachgeschichtlich als auch dialektologisch beträchtlicher Wert zukommt. Volks- und Heimatkundler nehmen sich – mit und auch ohne erforderliche Eignung und Vorkenntnisse – dieser Namenklasse bei Führungen, Wanderungen gern an und tragen so zur Bewahrung – oder Verballhornung – bei. Durch Arbeiten wie die hier zu Besprechende kann erreicht werden, dass einerseits gesichertes Namenwissen bereitsteht und andererseits verdeutlicht wird, was alles erforderlich ist, wenn Flurnamen sachgerecht und richtig bearbeitet und erklärt werden sollen.
Das Namenbuch zeichnet sich durch Übersichtlichkeit, gute Lesbarkeit und fachliche Kompetenz aus. Es ist schon erstaunlich, wie viele Flurnamen die Zeit der landwirtschaftlichen Kollektivierung in der DDR überstanden haben. Und es ist – um es noch einmal zu sagen – erfreulich, dass dieses für die Sprach-, die Sozial- und die Wirtschaftsgeschichte so wertvolle Sprachgut in dieser Form aufbereitet und den Interessierten zugänglich gemacht wird.
In den zum Teil beachtlichen Reihen urkundlicher Belege herrschen die aus dem 18./19. Jh. eindeutig vor. Beachtlich ist aber auch, was bei einzelnen Gemarkungen für die vorangehende Zeit ab 15. Jh. ermittelt werden konnte. Dabei lässt sich beispielsweise für die als Lemma Leite/Lehdezusammengefassten Beispiele durchweg eine Trennung von Lehde und Leite erreichen. Als Lehdesind nur die Nummern 3, 6, 11 und die garstigen Lehden, die Alk-, die Hayn -, die Hinterlehde zu erklären. Alle anderen 24 Lemmata sind als Leite einzuordnen; dazu gesellen sich Bader-, Berg-, Birken-, Born-, Brüchigs-, Flachs-, Fuchs-, Galgen-, Gans-, Gemein-, Hahn-, Herrn-, Hirten-, Hopf-, Ilben-, Ilmens-, Kahl-, Kalk-, Kanz-, Kirsch-, Lämmer-, Lange, Loh-, Mittel-, Mühl-, Nuß-, Pferch-, Quer-, Sand-, Schenk-, Schloß-, Schulleite/-laide usw. Bei 9 dürfte der erste urkundliche Beleg fehlerhaft sein, denn ein Wandel Leite > Lehde ist sonst nur einmal bezeugt. Bei Geisenlehde wird nach den Belegen auf -leite im 18./19. Jh. dann Geisenleede/-lehde aufgezeichnet, so auch beiKuckucksleite (1718 Kuckslaiten, 1840 Kuckucksleite – 1960 -leede). Ein umgekehrter Vorgang vollzieht sich bei Molmsleite: 1787 Molmsleede, Lede überm Molms – 1814, 1922 Molmsleite.
Die für den ostmitteldeutschen Raum bedeutsame, aber schwierig zu ermittelnde Herausbildung des Flurnamens Lehde wurde 1970 und 1971 in zwei voneinander unabhängigen Beiträgen ausführlich dargetan. Dort wird auch ersichtlich, dass -ei-Formen bei Lehde bereits im 18. Jh. ausklingen.
Im Anhang werden unter 8. S. 1336–1389 die ausgestorbenen und die nicht-amtlichen Flurnamen für jede Gemarkung mit Quellenangaben dargeboten. Auch hier gibt es eine Fülle für den Flurnamenforscher aufschlussreicher Belege: Gelucken – Königsstuhl – Hasenbalg- Schirpel – Keßenlaufen usw.
Die S. 1390 bis S. 1461 unter 9. Quellenverzeichnis ortsweise zusammengestellten Angaben zu Flurkarten und historischen Belegen aus Urkundenbüchern, den Kreisarchiven und dem Thüringischen Flurnamenarchiv lassen zumindest erahnen, welche enorme, gut durchdachte, langwierige Arbeit allein schon für die Materialgrundlage aufgewandt werden musste. Dem umfangreichen Literaturverzeichnis und den Angaben zu Abbildungen und Abkürzungen folgt das abschließende Namenregister, mit dem die Flurnamen des Namenbuches für jede Gemarkung alphabetisch angeordnet zusammengestellt werden. Hier sind die unter 8. aufgeführten Namen nicht mit enthalten. Im Literaturverzeichnis werden auch die wenigen Leipziger Flurnamenarbeiten zumindest mit genannt; Wolfgang Fleischers Arbeit über Namen und Mundart im Raum von Dresden, für die sogar zwei Bände, die 11 und die 12, in den Deutsch-slawischen Forschungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte bereitgestellt wurden, fehlt. Göschel, Eichler und L. Hoffmann werden für die Absicherung der Namenerklärungen genutzt.
Eine sprachlich-sachlich-gegenständliche Auswertung ist nicht vorgenommen worden. Es ist – wie die Arbeit von Gerbing – ein solides Namenbuch, in dem der Interessent alles findet, was zum Verständnis von Flurnamenbestand und Flurnamengebrauch erforderlich ist. Eine umfassende Auswertung würde die Untersuchung mindestens um ein Drittel vergrößern.
Bei den umsichtig, oft aber zu zaghaft vorgenommenen Namenerklärungen ergibt sich ein aufschlussreiches Verhältnis: Von den 2045 aktuellen Namen sind 62 eindeutig slawisch, 60 mehrdeutig slawisch. Unter den 181 mehrdeutigen sind weitere 17, die sowohl slawischen als auch deutschen Ursprungs sein können. 23 Flurnamen enthalten die Namen untergegangener Siedlungen, 41 sind „unklar“.
Hier wird sichtbar, was die Arbeit mit Flurnamen wesentlich bestimmt. Trotz intensiver, gut abgesicherter Tätigkeit kommt eine beachtliche Menge als Flurnamen verwendeter Benennungen zusammen, aber der wissenschaftliche Ertrag wird durch Benennungen nach Nachbarorten, für Verkehrswege, nach Bauten und Gebäuden, vor allem aber durch sprachlich nicht eindeutig zuzuweisende Belege stark beeinträchtigt. Mundartlich zu unterschiedlichen Zeiten veränderte, „volksetymologisch“ umgestaltete und von Schreibern und Kartografen ihren Auffassungen angepasste, hinsichtlich ihres Alters überwiegend schwer fixierbare Flurnamen erfordern Wissen, Feingefühl und Umsicht. Verfasserin hat bei Namen wie Petzlar, Latznolze, Grünigen auf die Problematik aufmerksam gemacht. Das Musterbeispiel Bonzig, Bunzig, Pönicke, Ponzig, 4x Punzigsowie das leider ausgesparte Pennecke verdeutlicht den Spielraum.
Andererseits sind die sachlichen Aufschlüsse über sprachliche, natürliche und wirtschaftliche Gegebenheiten, über Sehweisen und über ethnische Beziehungen so ausgeprägt, dass Flurnamen als Kulturgut einen unschätzbaren Wert besitzen. Auch dafür sind bei Barbara Aehnlich viele Beispiele zu finden, von denen hier nur wenige aufgezeigt werden können.
Unter den 62+60 Flurnamen slawischen Ursprungs von Alsche/Oelsche/Wälsche und Bruchlitzeüber Parnitz/Parnse und Plaue, Pflutzschke bis Wölmse und Zetel gibt es mit Ritschke, PrietschenBeispiele, die wegen ihrer weiten Verbreitung im Ostmitteldeutschen fast den Status von Lehnnamen erreicht haben. – Bei etwas erweiterter Sicht könnten die oben von Bonzig bis Punzig, Pennecke ermittelten Belege, für die zur Erklärung der Flurname Ponicke aus der Arbeit über Borna/Geithain bemüht wird, mit Prioritätsanspruch durch Punitzsch, Puntsch, Pöhnisch ergänzt und durch den Hinweis auf die Verbreitung in Ostchutici und bei Nutzung der weiteren Angaben fast im gesamten altsorbischen Gebiet nachgewiesen werden. Gerade auch bei diesem Namen zeigt sich der Wert der Ergänzung, der durch den Nachweis im westlichen Saale-Holzland-Kreis erbracht wird.
Die dem Nutzer überlassene Ermittlung kann ergeben, dass nicht nur mit Naturnamen wiePflutschke ‚Sumpf‘, Prießnitz ‚Birkenhain‘, sondern auch mit Kulturnamen wie Tünschke‚Umzäunung‘, Schocken/Zschocke ‚Zwieselpfahl‘ eine breite Palette an für den Menschen bedeutsamer Gegebenheiten bereits in der Zeit der slawischen Besiedlung mit ihnen entsprechenden Namen versehen wurde, wobei es für die Ponicke-Namen keine gleichwertige deutsche Entsprechung gibt, hier also offensichtlich zwei Sehweisen vorliegen.
Im ehedem altsorbischen Gebiet finden sich beim Vergleich mit Saale-Holzland-Kreis in den gedruckt vorliegenden Arbeiten viele Parallelbeispiele zu Gadsche, Golze/Gölsche, Görze, Lutsche, Plaue, Prießen/Prießnitz, Prietzsche, Prösigen, Rützschke, Salitz u.a. Mit den eindeutig zugeordneten Namen wird hier also Pionierarbeit geleistet.
Eine auffällige Besonderheit des untersuchten Gebietes ist die sehr stark hervortretende Verwendung von Präpositionalbildungen, auch als sekundäre Namenbildung bezeichnet. Würden alle zugehörigen Lemmata aus dem Belegmaterial herausgenommen, würde sich der Namenbestand sehr stark reduzieren.
Neben der Orientierung auf besonders markante Gegebenheiten wie Dorf als Simplex mit 43 Belegen von überwiegend im bis am, vor dem, hinterm, unterm, überm stehen bescheidene sieben Namen mit Dorf- als Erstglied.
Überwiegend als Simplizia, unterschiedlich mit Präposition ausgestattet und als Bestimmungswort aufgewertet, sind vertreten: 43 Dorf (27 im, 16 hinter dem, 12 unter dem, vor dem, 8 über dem, 4am) – 24 Aue – 19 Berg (15 Präp. + 11 BW + 364 GW) – 17 Garten (16 Präp.) - 16 Quere (8 Präp. + 8 BW) – 12 Wiese (5 + 5 BW) – 11 Straße – 10 Treibe/Trebe (7 Präp.) und Tal (15 BW+5Tälchen) – 10 Hahn/Hain – Sand, Kirche, Melm – See, Bach, Roth – Teich, Linde, Warte, Mühle, Grund.In den 24 Belegen für das Lemma Aue sind 12 mit Adjektiven ergänzte enthalten. Auch bei den 23Anger gibt es hinsichtlich der Festsetzung der Lemmata Probleme, weil die festgelegten amtlichen Formen nicht mit der von der Verfasserin ermittelten urkundlichen Überlieferung übereinstimmen. So ist bei 7Anger im Anger unter den 30 urkundlichen Belegen in älterer Zeit nur einmal bezeugt. Ähnliches gilt für 11 und 18. Eigentlich sollten Bearbeiter solch großer Sammlungen das Recht haben, sachgerechte Lemmata zu verwenden und auf die „amtlichen Kennzeichnungen“, die meist von Schreibern stammen, nur verweisen.
Bei den Gewannbezeichnungen gibt es – wie auch sonst im Ostmitteldeutschen – keine eindeutige Dominanz. Eine Besonderheit ergibt sich aber daraus, dass 14 Gelänge und 13 Gebind gegenüberBreite, 6 Gebreite und 3 Gefilde so stark vertreten sind, Art und Gewende aber fehlen.
Da es nicht die Aufgabe einer Rezension ist, eine nicht vorhandene Auswertung nachzuvollziehen, sollen abschließend noch einige Ergebnisse vorgestellt werden, die aus unterschiedlicher Sicht den Wert dieser Veröffentlichung verdeutlichen können.
Vorangestellt sei die Vielfalt der auf Vergleich oder Übertragung beruhenden Namen wie Daumen, Kröpfchen, Schmerbauch – Kuhtanz, Schindhund – Trichter, Schaufel, Zange, Scheere, Winkeleisen, Haken, Zinke, Dorl ‚Kreisel‘, Küchenschüssel – Trompete/Trompte, Laute – Brustlappen, Latzholz – Schleife, Schlinge – Scheibe – Leistchen – Strumpf, Strümpfe, Strümpfel, Tasche – Juchhe, Himmelreich, Himmelstreppe, Paradies, -garten – Hölle, Höllgrund, Teufelsberg, -loch – 17 Gehre, Kerbe – Bier-. Hanf-, Quarksack – Käsenapf.Auch die Vielfalt der Geländevertiefungen schlägt sich in den Flurnamen nieder. Außer dem oben bereits erörterten Tal gehören Mulde, Kessel, Kluft/Klüfte, Schlufter, Kerbe, Klinge, Grund, Auehierher.
Dem bei vielen Namenwörtern bezeugten Gebrauch als Simplex stehen die auf Personennamen und -bezeichnungen beruhenden Einzelgänger zur Seite: Rückardt, Trümpling – Apolter – Schreiber, Schütze, Schröter, Schinger.Sehr stark ausgeprägt gegenüber anderen Gegenden sind Namen, die auf Kirchenbesitz hinweisen: 7 Kirche, Kirchlein, 8 BW – 16 Pfaffen- – 22 Pfarr-, darunter 9 Pfarrholz – Kloster, Frauen – Küster, Kanter – 4 Mönch, 2 Münch-.Die 9 Baumgärten, die 22 Born-Namen, die 11 Esel-, die 18 Gries-, 11 Hopfen-, 5 Hanf-, die 17Weinberge, 9 Vogelherde+ Vogelgesang, -grund, -wand, -ställchenLerchenpferche, Saffer-/Saffran- und andere Mehr- und Vielfachvertretungen weisen auf Besonderheiten verschiedener Art.
Dem Dialektologen kommen zahlreiche -icht-Bildungen zu Gesicht: Greudicht, 13 Weidicht, Filzweidig – Eichicht, Erlich(t)/Ehrlich/Ellerig, Häßlich, Dörnicht, Siericht, Birkicht, Espig – 3Wehricht/Wiehricht. Das epenthetische -t herrscht vor.
Hier konnten und sollten nur einige Ergebnisse genannt werden. Die Dissertation von Barbara Aehnlich darf mit Fug und Recht zu den Leuchttürmen der Flurnamenforschung gestellt werden. Baar hat alles zu einer auch vom Äußeren her repräsentativen Veröffentlichung gemacht. Ein großartiger Anfang ist gemacht, mögen noch viele weitere – mit bescheidenerer äußerer Gestaltung – folgen zur Veranschaulichung des volkssprachlichen Namengutes, das uns in den Flurnamen entgegentritt.
Nachtrag
Zum methodischen und fachwissenschaftlichen Vorgehen in der Arbeit von Barbara Aehnlich gibt es Parallelen in vergleichbaren Vorhaben der 60er Jahre am Pädagogischen Institut Zwickau, wo 69 Deutschlehrerstudenten in Staatsexamensarbeiten in 454 Gemarkungen überwiegend im Bezirk Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) nach Einführung und Archivarbeit mit Mundartaufnahmen bei rund 400 Gewährsleuten und Realprobe das Flurnamenmaterial aufbereiteten (1966 9, 1967 11, 1968 16, 1969 12, 1970 11, 1971 10 Arbeiten). 1966, 1968 und 1969 wurden diese Ergebnisse in die drei Zwickauer Tagungen „Namenkunde und Schule“ einbezogen. Daran nahmen Wissenschaftler, Lehrer, Ortschronisten und Heimatkundler teil. 1970 wurde die Arbeit an diesem Projekt per Anweisung verboten, weil angeblich die LPG-Vorsitzenden in ihrer Tätigkeit behindert worden waren. Auf Umwegen gelang es, das Material des Ostteils des Bezirkes zu einer Dissertation weiterzuführen, die Fritz-Peter Scherf 1982 an der Karl-Marx-Universität Leipzig verteidigte. Die Staatsexamensarbeiten wurden im Keller des Instituts eingelagert und sind bis auf die von Scherf dann genutzten verschwunden.
Aus mehreren Veröffentlichungen ist zu ersehen, wie damals diese Forschung aufgebaut und geführt wurde:
Zur Einbeziehung der Studenten in die Namenforschung. WZ PH Zwickau 3, 1967, H. 2, S. 42-54
Zum Einsatz der Studenten bei der Erforschung des Namengutes. NI 15, 1969, 42-47
Zu einigen Fragen des wissenschaftlich-produktiven Studiums. WZ PH Zwickau 5, 1969, H. 2, 21-49
Zu einigen Fragen der forschungsbezogenen Lehre. WZ PH Zwickau 6, 1970, H. 1, 23-64
Zusammen mit drei weiteren Projekten (Rufnamen, LPG-Namen, Zwickauer Sprachgeschichte 15./18. Jh.) wurden die Flurnamen kurzerhand liquidiert. H.N.
Empfohlene Zitierweise
Horst Naumann: [Rezension zu] Barbara Aehnlich, Flurnamen Thüringens. Der westliche Saale-Holzland-Kreis, Hamburg 2012, in: Onomastik-Blog [16.04.2014],
URL: http://www.onomastikblog.de/ni_rezensionen/flurnamen_shk/

Tuesday, April 15, 2014

Mein Name ist Hase…ich bringe die Eier

Ostern : Namenforschung.net



Der Name Ostern ist etymologisch vermutlich mit der Himmelsrichtungsbezeichung Osten verwandt und geht wie diese auf die indogermanische Wurzel *ausos in der Bedeutung 'Morgenröte' zurück. Mit der Hinwendung zur aufgehenden Sonne verbindet das Christentum symbolisch die Auferstehung Jesu Christi. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass der Familienname Ostermann (ca. 10.000 Namenträger) nichts mit dem Osterfest, sondern vielmehr mit der Himmelsrichtung zu tun hat: Der erste Träger dieses Namens wurde nach der Lage seiner Wohnstätte östlich von einem Orientierungspunkt benannt. Wenn uns auch in den Familiennamen so mancher Hase begegnet, liegt auch hier der etymologische Ursprung bisweilen anderswo. So geht der Familienname Kohlhase (ca. 1.070 Namenträger) auf mittelniederdeutsch kōlhase'Heuschrecke' zurück und konnte z.B. einem unruhigen, sprunghaften Zeitgenossen als Beiname gegeben werden. Auch der Name Kohlhaas (ca. 2.070 Namenträger) kann zum Teil auf dieses Insekt zurückgehenebenso kann hier aber auch eine Kurzform des Rufnamens Nikolaus zugrundeliegen. Nicht selten stellt sich so mancher Name also als echtes Überraschungsei heraus.
Im Folgenden stellen wir noch einige weitere Familiennamen rund um Ostern, Hasen und Eier vor, die wir auf unserer Suche eingesammelt haben. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Eiermann


Verbreitung des Familiennamens Eiermann
"Klingelingeling, hier kommt der Eiermann" - die größte Chance, auf einen echten Eiermann zu treffen, hat man im Dreieck Karlsruhe - Mannheim - Höpfingen. Hier leben die meisten der rund 1.20 Eiermanns in Deutschland (435 Telefonanschlüsse). Der Familienname geht dabei tatsächlich auf den Beruf des ersten Namenträgers zurück, eines Eierverkäufers. "Kommen sie alle, alle an die Eier ran.  Das sind die allerdicksten Dotter, die man jemals sah. Uns're Eier, die sind Güteklasse A!"




Hasenei und Hasennest


Verbreitung der Familiennamen Hasenei undHasenest
Hasen legen Eier? Ein Cartoon von Loriot legt dies nahe, wenn er aus einem geöffneten Frühstückei ein Häslein springen lässt. Im pfälzischen und rheinischen Dialekt bezeichnet man die Ostereier scherzhaft als Haseneier. Auch die Familiennamen Hasenei(er)/Haseney  (ca. 185 Namenträger) undHasenest (ca. 37 Namenträger) weisen scheinbar darauf hin. Allerdings glaubten unsere Vorfahren keineswegs an eierlegende Hasen. Hinter dem Namen Hasenei steckt wahrscheinlich ein Herkunfts- oder Wohnstättenname zu dem Siedlungs- oder FlurnamenHasenau. Über die Bedeutung des seltenen Familiennamens Hasenestschweigen sich die Familiennamenbücher aus, wir können allerdings auch vermuten, dass ein Örtlichkeitsname dahintersteckt - jedenfalls ist er schon für das 17. Jahrhundert für den Raum Ansbach-Neustadt an der Aisch - Nürnberg, wo er heute noch am häufigsten vorkommt, belegt.

Schell- und Schreckhasen


Verbreitung der Familiennamen Schellhaseund Schreckhase
Hasen sind sehr wachsame, immer zur Flucht bereite, flinke Tiere. Diese Eigenschaften scheinen auf unsere Vorfahren großen Eindruck gemacht zu haben, denn viele Namen leiten sich von Hase ab. Auch die Übernamen Schellhaseund Schreckhase, Bezeichnungen für ängstliche Menschen, beruhen auf der Beobachtung des hasentypischen Verhaltens. Der Familienname Schellhase(und zahlreiche Schreibvarianten wieSchellhasSchellhaß u.v.a.m., insg. ca. 2.830 Namenträger) geht zurück auf das mittelhochdeutsche Adjektiv schellec, das 'aufspringend, scheu, auffahrend, schreckhaft' bedeutet, der NameSchreckhase auf mittelhochdeutschschrecken 'springen, aufspringen'. Diese Namen stellen also noch einmal eine Verstärkung zu dem hasenhaften Verhalten des ersten Namenträgers dar, der wohl ein besonders schreckhafter, vorsichtiger und scheuer Mensch gewesen sein muss.


Ostertag und Paschedag




Verbreitung der Familiennamen Ostertag und Paschedag
Während der tendenziell stärker im Süden verbreitete FamiliennameOstertag auf das mittelhochdeutsche Wort ostertac in der Bedeutung 'Ostertag' zurückzuführen ist, liegt dem vor allem in Nordrhein-Westfalen konzentriertenPaschedag das mittelniederdeutsche Wort pāschendach 'Ostersonntag' zurgrunde. Im Gegensatz zu den anderen Familiennamen gehen Ostertag und Paschedag demnach tatsächlich auf das Osterfest zurück. Hauptsächlich ist der Name durch den Geburtstermin an diesem Feier- und damit auch Glückstag motiviert. Als weiteres Benennungsmotiv ist jedoch auch eine zu Ostern fällige Dienst- bzw. Zinsleistung möglich.

Le village de Laguiole, dépossédé de son nom, en appelle au président Hollande

Le village de Laguiole, dépossédé de son nom, en appelle au président Hollande - Lagazette.fr







Publié le 14/04/2014 • Par Cédric Néau • dans : Régions
« Dans les prochains jours, nous souhaitons nous rendre à la capitale afin de vous demander audience M. le Président de la République et vous remettre la plaque de notre commune dont nous sommes dessaisis », écrit Vincent Alazard, maire DVD de Laguiole (prononcez: Layol) dans un courrier.
Le 4 avril, la cour d’appel de Paris a débouté la commune de 1.300 habitants qui souhaitait voir la justice reconnaître « une spoliation », une pratique commerciale « trompeuse » et une « atteinte à son nom, à son image et à sa renommée ».
Cible du village : Gilbert Szajner, un particulier du Val-de-Marne, qui a déposé en 1993 la marque Laguiole pour désigner non seulement la coutellerie, qui a fait la réputation mondiale du bourg, mais aussi du linge de maison, des vêtements briquets, barbecues… En tout 38 classes de produits.
Bataille identitaire - Dans son arrêt, la cour d’appel estime qu’il résulte du code de propriété intellectuelle que « peuvent constituer une marque de fabrique, de commerce ou de service les +noms patronymiques et géographiques ». Elle estime aussi que la commune de Laguiole « ne démontre pas » que l’usage fait de son nom serait « de nature à porter atteinte aux intérêts publics ou à préjudicier à ses administrés ».
Conséquence : le chef d’entreprise peut continuer à accorder, contre redevance, des licences à des entreprises françaises ou étrangères qui peuvent commercialiser sous le nom Laguiole des produits d’importation.
A contrario, les habitants de la commune ne peuvent plus, eux, utiliser le nom de leur village pour fabriquer des produits manufacturés portant le label « Laguiole », en dehors du fameux couteau rehaussé d’une abeille qui était déjà produit en dehors du village.
Dans cette bataille commerciale et identitaire, le chef d’entreprise est même allé jusqu’à interdire au village d’utiliser un nouveau logo. L’affaire est en appel devant l’OHMI (Office de l’harmonisation dans le marché intérieur), l’agence européenne chargée de gérer les marques.

Saturday, April 12, 2014

What's in a name? Quite a lot it seems

What's in a name? Quite a lot it seems | vox







Open in a popup window: http://www.voxeu.org/popup/10500

Download the mp3 file: http://www.voxeu.org/audio_files/Clark_06Mar2014.mp3



Gregory Clark interviewed by Viv Davies, 4 Apr 2014
Gregory Clark talks to Viv Davies about his new book titled "The Son Also Rises: Surnames and the History of Social Mobility". Using surname data from eight countries, the study concludes that fate and social status is determined by ancestry and that social mobility rates are lower than conventionally estimated, they do not vary across societies and are resistant to social policies. Effectively, capitalism has not led to pervasive, rapid mobility. The interview was recorded in London in March 2014.

Research of historical surnames suggests social mobility is low for generations

Research of historical surnames suggests social mobility is low for generations | WashingtonExaminer.com



BY  
In 1923 and 1924, thanks to a short-lived law allowing the publication of tax data, the New York Times reported the tax payments of more than 30,000 Americans.
Some of the names of wealthier taxpayers on that list were rare, meaning that their descendants can be identified by name today — names such as Vanderbilt, Roosevelt and Winthrop.
Generations later, in 2000, those same last names still signaled high status — they were overrepresented among physicians by a factor of nearly three.
That is one of many such findings discovered by Gregory Clark, a University of California, Davis, economist who undertook a wide-ranging study of surnames throughout history. His conclusion, which has enormous implications for politics, policy and social science, is that mobility is far lower than is commonly thought.
Clark's research on the persistence of surnames' status, published as a book titledThe Son Also Rises, suggests that nothing -- not even the introduction of the welfare state in Europe or the the Cultural Revolution in China -- does much to change social mobility.
For example, the names of the Norman conquerers of England who were recorded as property owners in the Domesday Book of 1086 -- names such as Sinclair, De Arcis (modernized as D'Arcy) and De Mon Gomerie (Montgomery) -- were still about 25 percent overrepresented in the names of students enrolled at Cambridge and Oxford in 2012.
That means the Normans’ social advantage hadn’t totally washed out nearly a millennium later.
The same stickiness holds true for low-status people. Surnames associated with the poorest Hindu groups of India’s colonial era are “extremely rare” among physicians — a representative high-status group. Today, names widely adopted by emancipated U.S. slaves lacking last names after the Civil War, such as Washington and Merriweather, appeared among physicians at just one-third of their frequency in the general population in 2000.
The bottom line is Clark estimates that the persistence rate of social status is in the range of 0.75, meaning that about half a given person’s outcome is predicted by his ancestors, in every time and place.
That estimate is far higher than mainstream estimates of income or wealth mobility, which place the intergenerational elasticity of income or wealth in the United States at between 0.4 and 0.6., which works out to about a quarter or one-third of outcomes explained by inheritance. It is significantly lower in some Scandinavian countries.
But Clark explains that his estimates differ for a few reasons. One is that by analyzing surnames he’s not limited to comparing two generations, a constraint imposed on most researchers because of the lack of data.
Another is that he measures social status, as opposed to income. While a philosopher and a stockbroker might both be high-status, he explained, “their income is going to be different.”
And regression to the mean plays a large role. If an individual with high underlying social competence has a bad outcome, his descendants would nevertheless tend, slowly, back toward higher status.
Clark predicted in his book that his conclusions would prove controversial.
“He’s right that that’s going to be controversial,” said Erin Currier, the director of the Economic Mobility project at Pew Charitable Trusts, noting that Clark’s estimates of mobility fall don’t “jibe” with the mainstream (she hadn’t reviewed Clark’s research).
"The point I would really disagree with is the idea that mobility is predetermined,” said Currier, pointing to recent research led by Harvard's Raj Chetty that found significant differences in mobility among regions of the United States with differing policies.
Clark responded that the true underlying level of mobility likely doesn't differ across the United States, as Chetty found, given that Clark's research suggests it doesn’t even vary between the United States and Sweden.
Instead, Chetty's findings might be explained by differing elements of the social structure, such as race, that cause differences in income mobility — not status.
Furthermore, Clark noted, so far no one has proposed an alternative interpretation of his data.

Having a venerable name can be a key to upward mobility

Having a venerable name can be a key to upward mobility | WashingtonExaminer.com



Here's one school of thought: America used to be a land with great upward social mobility, but isn’t any more.
Here's another: America never was a land with great upward social mobility.
Which do you believe? Keep in mind that your answer will have significant implications for public policy.
Most politicians, of both the Right and the Left, favor the first statement. Conservatives say big government is stifling people's chances to move upward. Barack Obama says growing inequality of wealth is holding people down.
But Gregory Clark, a British-born economist at the University of California, Davis, says the politicians have it wrong. The second statement is correct, he argues in his new bookThe Son Also Rises: Surnames and the History of Social Mobility.
The problem with previous studies of social mobility, Clark says, is that they measure differences in income, occupation or status across only one or two generations. They found considerable differences between parents and children, grandparents and grandchildren — something that looks almost like random flux.
Clark casts his net wider. He looks at mobility not across one or two generations, but across many. And he shows by focusing on surnames — last names — how families overrepresented in elite institutions remain that way, though to diminishing degrees, not just for a few generations but over centuries.
Some surname data goes back a long way. In medieval England, people with Norman surnames (from the 1066 conquest) and surnames based on place names appear in disproportionate numbers as students at Oxford and Cambridge from 1170, as members of Parliament from 1259, and in upper class probate records from 1380.
Regression to the mean — the fact that very tall people tend to have somewhat less tall children — reduces that overrepresentation over time. But through the industrial revolution, two world wars and the institution of the welfare state, the overrepresentation continues. Similarly, those from underperforming families, like England’s travelers or gypsies, remain underrepresented.
Clark finds the same phenomenon in contemporary Sweden, with its generously redistributive welfare state; in Japan, where those with samurai names continue to overachieve; in class-bound Chile; and, even more so, in caste-bound India.
Clark’s analysis touches a tender spot in American debate, for the implication is that genetics — inherited intelligence — tends to determine social outcomes. He doesn’t quite say so, but he rules out other explanations.
Many Americans resist that explanation, out of concern that extremists could use group differences in test scores as justification for racial discrimination. But ordinary Americans understand that averages are only averages, and that group discrimination is irrational.
And when one shifts focus to personal experience, Clark’s findings make sense. Consider your own extended family or others with which you are familiar.
There’s likely a range of physical differences and intellectual interests even between siblings and parents and children. But there are also patterns and resemblances, as you look back and forward a few generations.
And the differences between extended families will tend to be perpetuated by what social scientists call assortative mating — the tendency, perhaps more pronounced lately, of people to marry people with similar characteristics.
So is there anything to the notion of America as, once, a land of upward mobility? Yes. As Clark notes, immigrant groups have risen rapidly from restrictions in countries of origin to success in America.
The Jews from Eastern European who arrived in the Ellis Island years (1892-1914) are a spectacular example, and there are others. The group most disproportionately producing American physicians today, Clark reveals, are Egyptian Coptic Christians.
And statistical predictability isn’t individual destiny. “Whatever success you do attain will still be achieved only through struggle, effort and initiative.”
Children from unprivileged households do sometimes achieve great success in this country, as in modern Sweden and even medieval England. The 44th president, like the 16th, is proof of that. Upward mobility is possible, even if not probable.
But readers may still be uncomfortable with the likelihood that, in Clark’s words, “a completely meritocratic society would most likely be one with limited social mobility.”
What to do about this? Clark recommends Scandinavian-style economic redistribution. But that may not work well in our more heterogeneous society.
Another approach is to affirm the dignity of honest work and modest success — to remember that, as George Eliot wrote, "The growing good of the world is partly dependent on unhistoric acts.” A society gains strength not just from its elites but from the cumulative achievements of mostly ordinary individuals.

Debunking the Myth of Social Mobility by means of surnames


The Truth About Social Mobility based on tracking family names across generations





Many people assume that it is much easier to move between social classes today than in the past. But new research by economist Gregory Clark, based on tracking family names across generations, reveals that mobility rates are lower than conventionally estimated, and that inherited advantage remains a deeply entrenched force.

"The Son Also Rises: Surnames and the History of Social Mobility" by Gregory Clark



The Son Also Rises:
Surnames and the History of Social Mobility
Gregory Clark
With Neil Cummins, Yu Hao and Daniel Diaz Vidal


Hardcover | 2014 | $29.95 / £19.95 | ISBN: 9780691162546
384 pp. | 6 x 9 | 15 halftones. 111 line illus. 50 tables. 7 maps. | Shopping Cart

eBook | ISBN: 9781400851096 |
A Social Science Bites Q&A with author Gregory Clark
Gregory Clark
(Photo Credit: ©Paul Estabrook)
Author Gregory Clark

How much of our fate is tied to the status of our parents and grandparents? How much does this influence our children? More than we wish to believe. While it has been argued that rigid class structures have eroded in favor of greater social equality, The Son Also Rises proves that movement on the social ladder has changed little over eight centuries. Using a novel technique--tracking family names over generations to measure social mobility across countries and periods--renowned economic historian Gregory Clark reveals that mobility rates are lower than conventionally estimated, do not vary across societies, and are resistant to social policies. The good news is that these patterns are driven by strong inheritance of abilities and lineage does not beget unwarranted advantage. The bad news is that much of our fate is predictable from lineage. Clark argues that since a greater part of our place in the world is predetermined, we must avoid creating winner-take-all societies.
Clark examines and compares surnames in such diverse cases as modern Sweden, fourteenth-century England, and Qing Dynasty China. He demonstrates how fate is determined by ancestry and that almost all societies--as different as the modern United States, Communist China, and modern Japan--have similarly low social mobility rates. These figures are impervious to institutions, and it takes hundreds of years for descendants to shake off the advantages and disadvantages of their ancestors. For these reasons, Clark contends that societies should act to limit the disparities in rewards between those of high and low social rank.
Challenging popular assumptions about mobility and revealing the deeply entrenched force of inherited advantage, The Son Also Rises is sure to prompt intense debate for years to come.


TABLE OF CONTENTS:
Preface ix
1 Introduction: Of Ruling Classes and Underclasses: The Laws of Social Mobility 1
PART I Social Mobility by Time and Place
2 Sweden: Mobility Achieved? 19
3 The United States: Land of Opportunity 45
4 Medieval England: Mobility in the Feudal Age 70
5 Modern England: The Deep Roots of the Present 88
6 A Law of Social Mobility 107
7 Nature versus Nurture 126
PART II Testing the Laws of Mobility
8 India: Caste, Endogamy, and Mobility 143
9 China and Taiwan: Mobility after Mao 167
10 Japan and Korea: Social Homogeneity and Mobility 182
11 Chile: Mobility among the Oligarchs 199
12 The Law of Social Mobility and Family Dynamics 212
13 Protestants, Jews, Gypsies, Muslims, and Copts: Exceptions to the Law of Mobility? 228
14 Mobility Anomalies 253
PART III The Good Society
15 Is Mobility Too Low? Mobility versus Inequality 261
16 Escaping Downward Social Mobility 279
Appendix 1: Measuring Social Mobility 287
Appendix 2: Deriving Mobility Rates from Surname Frequencies 296
Appendix 3: Discovering the Status of Your Surname Lineage 301
Data Sources for Figures and Tables 319
References 333
Index 349


Gregory Clark is professor of economics at the University of California, Davis. He is the author of A Farewell to Alms: A Brief Economic History of the World (Princeton).

Review:

"The Son Also Rises . . . suggests that dramatic social mobility has always been the exception rather than the rule. Clark examines a host of societies over the past seven hundred years and finds that the makeup of a given country's economic élite has remained surprisingly stable."--James Surowiecki, New Yorker

"An epic feat of data crunching and collaborative grind. . . . Mr. Clark has just disrupted our complacent idea of a socially mobile, democratically fluid society."--Trevor Butterworth, Wall Street Journal

"Audacious . . ."--Barbara Kiser, Nature

"[A]n important book, and anybody at all interested in inequality and the kind of society we have should read it."--Diane Coyle, Enlightened Economist

"The Son Also Rises. . . . That is the new Greg Clark book and yes it is an event and yes you should buy it."--Tyler Cowen, Marginal Revolution

"Startling. . . . Clark proposes a new way to measure mobility across nations and over time. He tracks the persistence of rare surnames at different points on the socio-economic scale. The information he gathers is absorbing in its own right, quite aside from its implications."--Clive Crook, Bloomberg View

"Clark casts his net wider. He looks at mobility not across one or two generations, but across many. And he shows by focusing on surnames--last names--how families overrepresented in elite institutions remain that way, though to diminishing degrees, not just for a few generations but over centuries."--Michael Barone, Washington Examiner

"Deeply challenging . . ."--Margaret Wente, Globe & Mail

"Who should you marry if you want to win at the game of life? Gregory Clark . . . offers some answers in his fascinating new book, The Son Also Rises."--Eric Kaufmann, Literary Review

"Family names" in The Why Factor on BBC



http://www.bbc.co.uk/programmes/p01tg2h0

Last names tell a story. Your last name could determine your career. It could decide how easily you move through society or alternatively how hard it could be to get ahead. Some last names grow longer and longer as they carry a family story from generation to generation. Others stagger under a double barrel as partners perpetuate their own last names through their children and a hyphen. 

So what’s in a last name? A whole lot as Mike Williams discovers in The Why Factor. 

"Given Name" in The Why Factor on BBC


http://www.bbc.co.uk/programmes/p01t10tf


What’s in a name? Each of us has one and it is a fairly fundamental part of us. But what does the name say about us - and about our parents who, in most cases - chose it for us?

Why do some names go in and out of fashion? And is the freedom to name our children as we wish a fundamental human right? In the first of two programmes on names, we begin with first or given names. The programme is presented by the solidly-named Mike Williams. 

Does a baby's name affect its chances in life?

BBC News - Does a baby's name affect its chances in life?





When parents spend hours poring over baby name books they may imagine that their choice will have a major impact on their child's life. But do names make a difference? Two recent books put this idea under the microscope.
Four baby boys
Choosing a name for a child is complicated. Not only should it sound right with the family name but future nicknames - good and bad - need to be taken into consideration. A name might honour a favourite grandparent, but it will also have a forgotten meaning to be unearthed in books, and dubious modern associations to be checked on Google.
Dalton Conley and his wife Ellen were halfway through this pleasant but painstaking process when their baby girl was born, two months premature.
"We had narrowed down the selections to a bunch of E- names, but we couldn't ultimately decide," says Conley, who lives in New York. "Then we came up with the idea of, 'Let's just constrain the first degree of freedom. Let's just give her the first letter and then she can decide when she's old enough what it stands for.'"
And so, E was born. Now 16, she hasn't yet felt the need to extend her first name. "I think once you're given a name, you get used to it - it's part of you," she says. E's little brother, meanwhile, Yo Xing Heyno Augustus Eisner Alexander Weiser Knuckles, did take up his parents' offer to change his name. He added the Heyno and Knuckles when he was four, and his parents made the changes official.
E, Dalton and Yo Xing Heyno Augustus Eisner Alexander Weiser Knuckles ConleyE Harper Nora, Dalton and Yo Xing Heyno Augustus Eisner Alexander Weiser Knuckles Conley
"I have been called a child abuser online," says Dalton Conley, the author of Parentology: Everything You Wanted to Know about the Science of Raising Children but Were Too Exhausted to Ask. "I don't think I've saddled them with some horrible burden. They like the fact that they have unique names now."


Over the last 70 years, researchers have tried to gauge the effect on an individual of having an unusual name. It is thought that our identity is partly shaped by the way we are treated by other people - a concept psychologists call the "looking-glass self" - and our name has the potential to colour our interactions with society. Early studies found that men with uncommon first names were more likely to drop out of school and be lonely later in life. One study found that psychiatric patients with more unusual names tended to be more disturbed.
But more recent work has presented a mixed picture. Richard Zweigenhaft, a psychologist at Guilford College in the US, pointed out that wealthy, oddly-named Americans are more likely to find themselves in Who's Who. He found no consistent bad effects of having a strange name, but noted that both common and unusual names are sometimes deemed desirable.
Conley, who is a sociologist at New York University, says that children with unusual names may learn impulse control because they may be teased or get used to people asking about their names. "They actually benefit from that experience by learning to control their emotions or their impulses, which is of course a great skill for success."
But for the main part, he says, the effect of a name on its bearer rarely amounts to more than the effect of being raised by parents who would choose such a name.
A similar conclusion is reached by Gregory Clark, the economist behind the book The Son Also Rises: Surnames and the History of Social Mobility. Although the main focus of his research is family names, Clark has looked at first names too - specifically, the names of 14,449 freshmen students attending the elite University of Oxford between 2008-2013. By contrasting the incidence of first names in the Oxford sample with their incidence among the general population (of the same age), he calculated the probability, relative to average, that a person given a particular name would go to Oxford. (For the purposes of his research he excluded students with non-English or Welsh surnames.)

Names at Oxford University 2008-13

Top ten namesBottom ten names
NameRelative chance of attending OxfordNameRelative chance of attending Oxford
Eleanor
3.69
Stacey
0.08
Peter
3.54
Connor
0.08
Simon
3.33
Bradley
0.07
Anna
3.14
Reece
0.06
Katherine
3.07
Danny
0.04
Elizabeth
3.01
Kayleigh
0.04
Richard
2.90
Jade
0.03
Catherine
2.87
Paige
0.02
John
2.82
Shannon
0.02
Stephen
2.81
Shane
0
Source: Gregory Clark et al. Surnames: A New Source for the History of Social Mobility (in press)
He notes that there are more than three times as many Eleanors at Oxford than we might expect, given the frequency of that first name among girls in the general population, and Peters, Simons and Annas are not far behind. Conversely, there is less than a 30th of the expected number of Jades and an even smaller proportion of Paiges and Shannons. An Eleanor is 100 times more likely to go to Oxford than a Jade.
However, there is no evidence that it's the names causing such a marked discrepancy, rather than other factors they represent, Clark says. Different names are popular among different social classes, and these groups have different opportunities and goals.
"That's something that's emerged in modern England that didn't exist around 1800," he says. When he re-ran his study, but this time looking at students attending Oxford and Cambridge in the early 19th Century, he found the correlation between names and university attendance far less marked. First names simply weren't the social signifiers they are now.
What's happened since then is a move towards unusual, even unique, names. Before 1800, Clark says, four first names referred to half of all English men. In 2012, according to the Office for National Statistics, the top four names (Harry, Oliver, Jack, Charlie) accounted for just 7% of English baby boys (and the picture was much the same in Wales).
Similarly in the US, in 1950, 5% of US parents chose a name for their child that wasn't in the top 1,000 names. In 2012, that figure was up to 27%.
As late as the 18th Century, it wasn't uncommon for parents to call multiple children the same name - two Johns for different grandfathers, for example. Now parents increasingly look for unique names or spellings of names. As Jean Twenge points out in her book the Narcissism Epidemic, Jasmine now rubs shoulders in naming lists with Jazmine, Jazmyne, Jazzmin, Jazzmine, Jasmina, Jazmyn, Jasmin, and Jasmyn.
As baby names become a matter of choice rather than tradition, they reveal more about the people doing the choosing. An example of this is the growing ease with which one can guess whether a person in the US is black or white. Roland Fryer and Steven Levitt point out that in California in the years running up to 2003, around 40% of black girls were given names that weren't bestowed on a single white girl in the state.
Graph showing the declining uniformity of American names
The implications of this clearer signalling of class and race are striking. Ina study from 2003, called Are Emily And Greg More Employable Than Lakisha and Jamal? Marianne Bertrand and Sendhil Mullainathan sent nearly 5,000 CVs in response to job advertisements in Chicago and Boston newspapers. The CVs were the same, but half were given fake names that sounded like they belonged to white people, like Emily Walsh or Greg Baker, and the other half were given names that sounded African American, like Lakisha Washington or Jamal Jones. The call-back rate from employers was 50% higher on the "white" names then the "black" names. The effects were noted even for federal contractors with "affirmative action" policies, and companies boasting they were "equal opportunities" employers.
The researchers inferred that employers were using first names to discriminate unfairly against black candidates, perhaps at an unconscious level. Those same prejudices might also come into play at the interviewing stage, but a black applicant called Greg Baker, who receives an invitation to an interview, has at least got his foot in the door.
There is also striking evidence of names triggering different outcomes for schoolchildren.
David Figlio, now at Northwestern University, analysed the scores of some 55,000 children in a school district of Florida. Instead of just distinguishing between "white" and "black" names, he codified what aspects of names meant that they were more likely to belong to black children and children from low-income families. This allowed him to create a sliding scale, which went, for example, from Drew to Dwayne to Damarcus to Da'Quan. Figlio found that the further along this scale he went, the worse the school test scores and the less likely the student was to be recommended for the schools' programme for "gifted" students. Strikingly, this held true for brothers within a family, and even - although the sample size was small - for twins. Figlio believes that the fault lies with the expectations of schoolteachers and administrators - at schools with more black teachers, the effects were less marked.
In separate research, Figlio used the Florida school data to show that black boys who are given names more common among girls are more likely to develop behavioural problems when they reach puberty. The problems increase significantly when there are girls in the same year group with the same name.
If names do affect their bearers' chance of success, it may not always be because of the reactions they cause in other people (the "looking-glass self"). Psychologists talk about "implicit egotism", the positive feelings we each have about ourselves. Brett Pelham cites the concept in explaining his finding that individuals called Virginia, Mildred, Jack and Philip proliferate in Virginia, Milwaukee, Jacksonville and Philadelphia - he believes they are drawn to live there. Another intriguing 2007 paper, entitled Moniker Maladies, found that people's fondness for the initials of their names could get in the way of success. Leif Nelson and Joseph Simmons analysed almost a century of baseball strikeouts and found that hitters with the initial K had a higher strike-out rate ("K" denotes a strike-out in baseball). They also found that graduate students with the initials C and D had a slightly lower grade point average than A and B students, and A and B applicants to law school were more likely to go to better colleges.
E Conley certainly has a fondness for her own initial - which in her case is her name.
"It's just cool that people, especially my friends, will never look at the letter E in the same way again," she says. But she doesn't seem to think her unusual name has had a profound influence on her life so far. "It's just an interesting experience - I'm really no different than an Elizabeth."
Her father reflects that although his children haven't been teased - as some bearers of unusual names are - part of the reason might be the open-minded character of their school and neighbourhood. "I wouldn't say that names don't matter at all," he says. "But how they matter depends on the context."